
VfB Suhl LOTTO ThüringenSpielbericht · Hauptrunde
Mit einer Energieleistung im Auswärtsauftritt beim Tabellenachten Aachen sicherten sich die Hollosy-Schützlinge vorzeitig den fünften Tabellenrang im Endklassement der dreizügigen Hauptrunde und bleiben damit am Tabellenvierten SC Potsdam dran, der nach dem erwartbaren 3:0-Heimerfolg gegen Erfurt weiterhin nur zwei Punkte Vorsprung auf die Südthüringerinnen hat.
„Wer 1:0 führt …, der den Satz gewinnt!“ – so einfach könnte man den statistischen Spielverlauf des 3:1-Auswärtssieges des VfB Suhl LOTTO Thüringen gegen die „Ladies in Black“ Aachen analysieren. Denn jeweils gewann die Mannschaft ihren Satz, die den ersten Punkt des Satzes erzielen konnte und so endete die durchaus umkämpfte Partie nach insgesamt 97 Minuten Spielzeit mit 25:23, 22:25, 19:25, 21:25 sowie einem verdienten 3:1-Erfolg für die Suhler „Wölfe“. Nüchtern betrachtet hätte die Begegnung noch deutlicher für die Hollosy-Schützlinge, die immer noch ihre Chancen auf den 4. Platz in Playoff-Ranking wahren wollten, ausgehen können. Da man in allen Spielabschnitten, so auch im ersten Satz bereits mit 18:15 Punkten führte, jedoch zu viele unnötige Eigenfehler produzierte und damit die Gastgeberinnen zumindest im ersten Satz nach 24 Minuten noch zum Zuge kommen ließ (23:25).
Analog fast der zweite Spielabschnitt, als man einen Dreipunktevorsprung (16:13) verspielte, jedoch zur „Crunchtime“ die notwendige Konzentration und den Kampfeswille wiederfand. Angetrieben von einer unermüdlich punktenden Anna Artyshuk (insgesamt 20 Points) und einer ebenso erfolgreichen Außenangreiferin Julia de Paula (17 Points) konnten die Laakkonen & Co. den zweiten Satz nach 25 Minuten letztlich mit 25:22 gewinnen und die Wende im Spiel erzwingen. Im dritten Satz zunächst ein ausgeglichenes Spiel beider Teams (5:5), danach zog der VfB unermüdlich davon und sicherte sich die Satzführung nach 23 Minuten und einem klaren 25:19. Mit dieser Führung im Rücken agierte jetzt das Gästeteam etwas souveräner, wobei immer wieder einige VfB-Unkonzentriertheiten das Spiel offen ließ und ein klarerer Suhler Vorsprung als vier Punkte nicht realisiert werden konnte.

Die Hindriksen-Schützlinge kämpften unermüdlich in ihrem eigenen Hexenkessel, doch die VfB-Damen brachten den 25:21-Satzgewinn nach 25 Minuten sicher „nach Hause“. Mit diesem wichtigen Arbeitssieg nimmt der Tabellenfünfte wichtige drei Punkte mit auf die lange Heimreise in den Thüringer Wald und kann den Rückstand auf Potsdam beibehalten und sich vorzeitig den fünften Tabellenplatz im Endklassement sichern. Für Aachen wird es nach der Niederlage nun schwierig, sich noch vom 8. Tabellenplatz nach vorne zu arbeiten.

Als beste Spielerinnen wurden Susan Schuut (Silber-MVP) und Julia de Paula (Gold-MVP) ausgezeichnet. Nach der Pokalfinalpause und zweiwöchiger Regenerationszeit, erwarten die Suhlerinnen zum Internationalen Frauentag am 8. März den Tabellenfünften VC Wiesbaden zum letzten Heimspiel vor der Playoffrunde. Dementsprechend sollte auch, aus Wertschätzung für eine bisher unerwartet tolle Saisonleistung der VfB-Damen, die „Wolfsgrube“ wieder rappelvoll werden!




