USC MÜNSTER NUTZT SUHLER SCHOCKPHASE ZUR GLÜCKLICHEN REVANCHE

Wer gedacht hatte, dass sich der VfB Suhl LOTTO Thüringen so schnell von dem Verletzungspech seiner TOP-Leistungsträgerin der vergangenen zwei Jahre, Zuspielerin Vedrana Jaksetic, erholt, der sah sich im Spielverlauf des Auswärtsauftrittes arg getäuscht. Ausgerechnet die Leistungen von Diagonalangreiferin Danielle Harbin und der mehrfachen Suhler MVP, Mittelblockerin Roosa Laakkonen, spiegelten sich im ganzen VfB-Spielgeschehen wieder, auch die anderen Leistungsträger schafften es nicht, annähernd an ihr Spielvermögen heranzukommen. Die Ursachen sind wohl im mentalen Bereich zu suchen, denn es war ein ganz anderer Auftritt, als beim klaren 3:0-Heimspielerfolg gegen den USC Münster im DVV-Pokalachtelfinale.

Zwar konnte der VfB kurz nach Tagesanbruch einen kurzfristigen Ersatz mit Jenni Liu, der Schwester von Yina Liu, finden, jedoch kam die ehemalige VCO-Berlin-Spielerin praktisch vom Rollfeld aus Frankfurt/M. in die Sporthalle Berg Fidel aufs Parkett. Ohne eine Minute mit dem Team gespielt zu haben oder die anderen Mitspielerinnen zu kennen. Zwar versuchte die Mannschaft gemeinsam das überdimensionale Handicap zu überspielen, wirkte dabei aber eher unkonzentriert und manchmal auch glücklos. Zu oft waren die Annahmen zu ungenau, um dem jungen Neuzugang im Wölfe-Team das präzise Zuspiel zu ermöglichen. Auch in den anderen Elementen wie Aufschlag und Angriff wirkte der VfB zu glücklos. Die Gastgeberinnen nutzen dies zum 25:20-Satzgewinn und Führung. Im zweiten Satz schien sich das Südthüringer Team gefangen zu haben und agierte effizienter, so gelangen auch Schnellangriffe über Jelena Delic. Mit 25:21 konnte Suhl ausgleichen und auch im dritten Satz begann der VfB erfolgreicher, denn bis zum 15:10 dominierte Suhl das Spielgeschehen. Dann gab es einige unglückliche Aktionen und zwei vermeintliche Schiri-Fehlentscheidungen (kein Challenge-System vorhanden) sowie die Einwechslung von USC-Angreiferin Elena Kömmling, sodass sich Münster wieder herankämpfen und zum 17:17 ausgleichen konnte. Suhl führte letztmalig beim 21:20-Zwischenstand, dann war der Kampfeswille der Wölfe gebrochen. Mit 21:25 musste man den wohl bereits gewonnenen Satz doch noch abgeben. Im vierten Satz agierte von Beginn an der USC (8:4) und nutzte seine mentalen Vorteile nach dem Gewinn des dritten Satzes. Auf Suhler Seite versuchte Laszlo Hollosy noch mit verschiedenen Einwechslungen auf den Spielverlauf einzuwirken. Nutzte aber nichts mehr, der VfB verlor den Satz klar mit 16:25 Punkten und damit das komische Spiel unter den "ganz besonderen Umständen" nach 122 Minuten Spielzeit. Wertvollste USC-Spielerin wurde Elena Kömmling gewählt, mit ihr kam die Wende im Münsteraner Spiel. Auf Suhler Seite wurde Zuspieler-Blitztransfer Jenni Liu gewählt, die es von allen VfB-Akteuren am schwersten hatte und erwartungsgemäß unter den Rahmenbedingungen noch nicht entscheidend zum Sieg beitragen konnte. Letztendlich ist das fast zu erwartete Ergebnis eingetreten und auch am Samstag gegen den Saison-Überflieger und ungeschlagenen Tabellenführer SC Potsdam, sind unter den gegenwärtigen Voraussetzungen keine Wunderdinge zu erwarten. Bleibt zu hoffen, dass die erfahrenen VfB-Leistungsträger auch mental schnell wieder "in die Spur" finden.  

 

(UG)



USC MÜNSTER NUTZT SUHLER SCHOCKPHASE ZUR GLÜCKLICHEN REVANCHE

Wer gedacht hatte, dass sich der VfB Suhl LOTTO Thüringen so schnell von dem Verletzungspech seiner TOP-Leistungsträgerin der vergangenen zwei Jahre, Zuspielerin Vedrana Jaksetic, erholt, der sah sich im Spielverlauf des Auswärtsauftrittes arg getäuscht. Ausgerechnet die Leistungen von Diagonalangreiferin Danielle Harbin und der mehrfachen Suhler MVP, Mittelblockerin Roosa Laakkonen, spiegelten sich im ganzen VfB-Spielgeschehen wieder, auch die anderen Leistungsträger schafften es nicht, annähernd an ihr Spielvermögen heranzukommen. Die Ursachen sind wohl im mentalen Bereich zu suchen, denn es war ein ganz anderer Auftritt, als beim klaren 3:0-Heimspielerfolg gegen den USC Münster im DVV-Pokalachtelfinale.

Zwar konnte der VfB kurz nach Tagesanbruch einen kurzfristigen Ersatz mit Jenni Liu, der Schwester von Yina Liu, finden, jedoch kam die ehemalige VCO-Berlin-Spielerin praktisch vom Rollfeld aus Frankfurt/M. in die Sporthalle Berg Fidel aufs Parkett. Ohne eine Minute mit dem Team gespielt zu haben oder die anderen Mitspielerinnen zu kennen. Zwar versuchte die Mannschaft gemeinsam das überdimensionale Handicap zu überspielen, wirkte dabei aber eher unkonzentriert und manchmal auch glücklos. Zu oft waren die Annahmen zu ungenau, um dem jungen Neuzugang im Wölfe-Team das präzise Zuspiel zu ermöglichen. Auch in den anderen Elementen wie Aufschlag und Angriff wirkte der VfB zu glücklos. Die Gastgeberinnen nutzen dies zum 25:20-Satzgewinn und Führung. Im zweiten Satz schien sich das Südthüringer Team gefangen zu haben und agierte effizienter, so gelangen auch Schnellangriffe über Jelena Delic. Mit 25:21 konnte Suhl ausgleichen und auch im dritten Satz begann der VfB erfolgreicher, denn bis zum 15:10 dominierte Suhl das Spielgeschehen. Dann gab es einige unglückliche Aktionen und zwei vermeintliche Schiri-Fehlentscheidungen (kein Challenge-System vorhanden) sowie die Einwechslung von USC-Angreiferin Elena Kömmling, sodass sich Münster wieder herankämpfen und zum 17:17 ausgleichen konnte. Suhl führte letztmalig beim 21:20-Zwischenstand, dann war der Kampfeswille der Wölfe gebrochen. Mit 21:25 musste man den wohl bereits gewonnenen Satz doch noch abgeben. Im vierten Satz agierte von Beginn an der USC (8:4) und nutzte seine mentalen Vorteile nach dem Gewinn des dritten Satzes. Auf Suhler Seite versuchte Laszlo Hollosy noch mit verschiedenen Einwechslungen auf den Spielverlauf einzuwirken. Nutzte aber nichts mehr, der VfB verlor den Satz klar mit 16:25 Punkten und damit das komische Spiel unter den "ganz besonderen Umständen" nach 122 Minuten Spielzeit. Wertvollste USC-Spielerin wurde Elena Kömmling gewählt, mit ihr kam die Wende im Münsteraner Spiel. Auf Suhler Seite wurde Zuspieler-Blitztransfer Jenni Liu gewählt, die es von allen VfB-Akteuren am schwersten hatte und erwartungsgemäß unter den Rahmenbedingungen noch nicht entscheidend zum Sieg beitragen konnte. Letztendlich ist das fast zu erwartete Ergebnis eingetreten und auch am Samstag gegen den Saison-Überflieger und ungeschlagenen Tabellenführer SC Potsdam, sind unter den gegenwärtigen Voraussetzungen keine Wunderdinge zu erwarten. Bleibt zu hoffen, dass die erfahrenen VfB-Leistungsträger auch mental schnell wieder "in die Spur" finden.  

 

(UG)