Mit einem 3:0-Erfolg (25:16, 25:18, 25:22) des Deutschen Meisters, VfB Suhl LOTTO Thüringen, gegen die ETV Hamburger Volksbank Volleys in der DEKRA 1. Volleyball konnte der Gastgeber seiner Favoritenrolle gerecht werden. Allerdings hatte das „Wolfsrudel“ insbesondere im zweiten und dritten Spielabschnitt einige Mühe mit den aufopferungsvoll kämpfenden Hamburgerinnen, die teilweise mehrere Punkte in Führung lagen und dabei auch von einer zu hohen Eigenfehlerquote (Annahme und Angriff) der Laakkonen & Co. profitierten.
Vor erneut über 1.000 Zuschauern in der ANTENNE Thüringen Volleyball-Arena „Wolfsgrube“ begann das VfB-Team, das ohne den erkrankten Chefcoach Laszlo Hollosy auskommen musste, furios und mit Lara Nagels am Aufschlag bis zur 9:0-Führung optimal. Bei Suhl klappte einfach alles und die Gäste um den neuen ETV-Coach Jakub Brecka, hatten enorme Annahmeprobleme, womit auch kein ordentliches Angriffsspiel möglich wurde. Beim 24:11 hatte Suhl bereits den ersten Satzball, jedoch konnte erst der fünfte Versuch erfolgreich abgeschlossen werden und nach 24 Minuten sowie 25:16 ging der VfB mit 1:0-Sätzen in Führung.
Dies sollte auch ein kleiner Fingerzeig auf die beiden nachfolgenden Sätze sein. Zwar begannen die Wölfinnen zunächst wieder bissig (4:0), aber Aufschlagsfehler und unerwartete Annahmeprobleme ließen das Team aus dem hohen Norden mit 7:9 in Führung gehen. Auf den heimischen Rängen machte sich etwas Staunen breit, hatten die Gäste aus der Elbmetropole weder in der Vorsaison als Aufsteiger mit den VfB mithalten können, dazu ihre ersten beiden neuen Saisonspiele in Flacht (1:3) und gegen Erfurt (0:3) verloren. Beim 16:13-Zwischenstand für Hamburg musste der Favorit mächtig zulegen, um die Überraschung eines Satzverlustes zu vermeiden. Angeführt von einer erneut überragenden Zuspielerin Lara Nagels, die mehrere Aufschlagsserien hinlegte, drehten die Südthüringerinnen das Satzgeschehen. Mit sechs Scores in Folge zur 19:16-VfB-Führung war die Moral der Gäste aus der Elbmetropole vorerst gebrochen, nach 24 Minuten stand der zweite Satzgewinn mit 25:18 Punkten fest.
Im dritten Satz ein adäquates Szenario, Suhl führte 2:0, um dann plötzlich 2:7 im Rückstand zu liegen. Bei Hamburg brillierte die 20-jährige Außenangreiferin Sina Siebert, die am Ende des Spiels auf insgesamt 17 Punkte kam und die ETV-Libera Francesca Galuppi in der Feldabwehr, sodass der Außenseiter bis zur 17:12-Führung auf Kurs eines überraschenden Satzgewinnes steuerte. „VfB-Ersatzchefcoach“ Alberto Ruiz Rubio nahm beim 12:16 seine zweite technische Auszeit und einige personelle Änderungen vor, die seine Schützlinge entscheidend wachrüttelte. Angefeuert vom frenetischen Suhler Anhang auf den Rängen, knabberte der VfB an dem Fünfpunkterückstand, der beim 18:18 erstmals egalisiert werden konnte. Nun war es wieder ein wahrer offener Schlagabtausch mit einigen tollen und langen Ballwechseln und Suhl konnte beim 21:20 erstmals wieder in Führung gehen. Beim 24:22 hatte der Titelverteidiger seinen ersten Matchball, der gleich im ersten Versuch verwandelt werden konnte und nach 28 Minuten wurde auch der dritte Satz mit 25:22 Punkten gewonnen. Als wertvollste Spielerinnen wurden VfB-Diagonalangreiferin Nina Dreisigova (Gold-MVP) und ETV-Libera Francesca Galuppi (Silber-MVP) ausgezeichnet.
Mit diesem Dreisatzsieg konnten die VfB-Volleyballerinnen ihre Tabellenführung im Fernduell gegenüber Stuttgart (3:0-Sieg in Erfurt) verteidigen und somit kommt es beim nächsten Spieltag am kommenden Samstag zum Topspiel zwischen dem Tabellenzweiten Stuttgart und dem Tabellenspitzenreiter Suhl. Bis dahin sollte nach Möglichkeit auch VfB-Chefcoach Laszlo Hollosy wieder als „Leitwolf“ an der Seitenlinie zur Verfügung stehen können, auch wenn bei ihm während der Mitverfolgung des Spiel bei DYN sicherlich öfters mal die Schweißperlen auf der Stirn standen oder der Blutdruck leicht gestiegen sein dürfte. In diesem Sinne „gute Besserung“ an Laszlo Hollosy und auf eine bessere Leistung des „Wolfsrudels“ im Topspiel am kommenden Wochenende.
- Satzergebnisse
- 25:16, 25:18, 25:22
- Wettbewerb
- Bundesliga – 3. Spieltag
- Datum
- Sa., 17.10.2026
- Ort
- Wolfsgrube Suhl
- MVP
- Nina Dreisigova
- Zuschauer
- über 1000










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