Mit einer glatten 0:3-Pleite gegen den SSC Palmberg Schwerin beenden die Volleyballerinnen des VfB Suhl LOTTO Thüringen ihre grandiose Heimspielserie von saisonübergreifend 16 Spielen ohne Niederlage. Dass das ausgerechnet am Mittwochabend der zweiten englischen Woche hintereinander in der DEKRA 1.Volleyball- Bundesliga und vor rund 1.300 Zuschauern in der ANTENNE Thüringen Volleyball-Arena passierte, war nach der 1:3-Niederlage in Stuttgart nicht unbedingt so zu erwarten.
Auch wenn in Stuttgart bereits einige Annahmeprobleme in den entscheidenden Phasen einen Tiebreak oder mehr verhinderten. Nach der wenig inspirierenden Vorstellung des „Wolfsrudels“ gegen das bisher ungeschlagene Topteam aus Schwerin, muss man dabei wohl von einem kompletten „Suhler Systemausfall“ sprechen. VfB-Chefcoach Laszlo Hollosy versuchte in den drei Sätzen alles, personell und mental, um seinen schwächelnden Spielerinnen zu pushen. Aber seine taktischen Marschrouten konnten nicht umgesetzt werden, denn zu viele Annahmeprobleme verhinderten einen erfolgreichen Spielaufbau bis hin zur Verwandlung der Angriffschancen. Irgendwie klebte den VfB-Damen an diesem Abend das sogenannte „Pech“ an, in allen Elementen.
Die Koslowski-Schützlinge hingegen präsentierten sich von Beginn an mit einer makellosen Mannschaftsleistung und revanchierten sich damit eindrucksvoll für die herben Saisonniederlagen aus dem Playoff-Halbfinale. Nach 70 Minuten und deutlichen 25:18, 25:17 und 25:15-Satzerfolgen bleiben die Nordostdeutschen damit im fünften Saisonspiel weiterhin ungeschlagen und gewannen damit ihr 55. Duell beim 73. Aufeinandertreffen beider Kontrahenten. Für Schwerin bedeutet es zudem die momentane Bundesliga-Tabellenführung, da Stuttgart beim 3:1-Sieg in Münster einen Satz abgab und somit nach kleinen Pünktchen hinter die Koslowski-Schützlinge zurück rutschte.
Für die Laakkonen & Co. hingegen, bedeutet die zweite Niederlage im zweiten Topspiel hintereinander eine herbe Enttäuschung, aber auch eine aktuelle Standortbestimmung. Da gibt es aktuell zu viele Baustellen in der Annahme, die im kommenden Auswärtsspiel am Samstagabend in Dresden abgestellt werden müssen, will man in Elbflorenz einige Punkte entführen. Als wertvollste Spielerinnen wurden die punktbeste Schweriner Mittelblockerin Marije ten Brinke (Gold-MVP) und VfB-Mittelblockerin Emma Boyd (Silber-MVP) ausgezeichnet. Nun kann es für den VfB Suhl LOTTO Thüringen nur heißen – „neues Spiel – neues Glück!“
- Satzergebnisse
- 18:25, 17:25, 15:25
- Wettbewerb
- Bundesliga – 5. Spieltag
- Datum
- Mi., 28.10.2026
- Ort
- Wolfsgrube Suhl
- MVP
- Emma Boyd
- Zuschauer
- über 1.300










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