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Duell der Enttäuschten im Ostderby

Zwei Titelanwärter auf Wiedergutmachungskurs
Duell der Enttäuschten im Ostderby

Am kommenden Samstagabend treffen ab 17.15 Uhr in der Cyberport-Arena Dresden zwei sehr enttäuschte Verlierer des Mittwochabends aufeinander. Das es sich dabei um den amtierenden Deutschen Vizemeister Dresdner SC und den aktuellen „Triple-Sieger“ VfB Suhl LOTTO Thüringen handelt, hätten wohl zu diesem Saisonzeitpunkt die wenigsten Volleyballfans gedacht.

Gerade die kommenden Gastgeberinnen aus der Elbmetropole verloren erstmal überhaupt in ihrer 30-jährigen Bundesligazugehörigkeit gegen das Team von Schwarz-Weiß-Erfurt. Bei der sensationellen 2:3-Niederlage in der Blumenstadt erwischte das vor der Saison als Meisterschaftsfavorit hochgehandelte DSC-Team um Chefcoach Alexander Waibl, einen unglücklichen Tag und musste sich selbst nach einer Aufholjagd in den vorangegangenen Sätzen im Tiebreak sogar recht klar mit 7:15 geschlagen geben. Pikant dabei ist, dass sich im derzeitigen SWE-Kader insgesamt fünf Spielerinnen befanden, die ehemals im Dresdner Volleyball-Bundesleistungszentrum sportlich groß geworden sind. Mit dieser zusätzlichen Motivation konnten sich die Erfurter zwei unerwartete Punkte erkämpfen und rangieren mit diesem „Sensationssieg“ derzeit sogar auf Platz 6, noch vor dem Supercup-Finalisten Dresdner SC.

Der Supercup-Gewinner aus Suhl hingegen erlebte beim Heimspiel gegen die bis dato ungeschlagenen Gäste vom SSC Palmberg Schwerin einen „rabenschwarzen“ Abend und verlor unerwartet deutlich gegen die Koslowski-Schützlinge, die in dieser aktuellen Form bereits wieder ihre Titelambitionen untermauern konnten. Beim „Wolfsrudel“ hingegen herrschte absolute Enttäuschung über die ungewohnte Art und Weise bei diesem „Systemausfall“ in allen Elementen sowie der zweiten Niederlage in Folge, womit auch die grandiose Heimspielserie von 16 Siegen, abrupt endete.

Da lag nun noch viel mehr physische und mentale Trainingsarbeit vor den Schützlingen von VfB-Chefcoach Laszlo Hollosy, die sich beim anstehenden „Ost-Derby-Klassiker“ natürlich von einer besseren Leistungsseite zeigen wollen. Schließlich war die Erfolgsbilanz gegen das DSC-Team im Playoff-Finale um die Deutsche Meisterschaft sowie dem anschließenden Thüringer-Wald-Supercup herausragend.

Auch deshalb dürften die DSC-Volleyballerinnen vor ausverkaufter Halle, darunter auch rund 200 VfB-Fans, die extra mit gechartertem Sonderzug in die Elbmetropole anreisen werden, auf maximale Revanche aus sein. Somit wird das anstehende Duell des Tabellensiebten gegen den Tabellenfünften von besonderer Atmosphäre geprägt sein, denn für den Verlierer dieses ewig „jungen Duells“ dürfte diese zweite „englische Woche“ in der DEKRA 1. Volleyball-Bundesliga als „Woche der Enttäuschung“ in die Saisonbilanz eingehen.

Ulf Greiser

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