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Premiere im „Thüringer Wald“-Supercup

Showdown zum Saisonauftakt
Premiere im „Thüringer Wald“-Supercup

Wenn am 03. Oktober um 17.15 Uhr der Anpfiff zum „Thüringer-Wald“-Supercup im Deutschen Damen-Volleyball ertönt, dann feiert der VfB Suhl LOTTO Thüringen seine nächste Premiere in der Vereins- und Bundesligageschichte. Im Duell des Deutschen Meisters und zoi-DVV-Pokalsiegers aus Suhl gegen den Deutschen Vizemeister Dresdner SC geht es um den ersten nationalen Titel in der neuen Spielsaison 2026/27.

Dabei startet in der „HUK-Arena“ Coburg der Supercup-Neuling aus Südthüringen gegen die Gäste aus der Elbmetropole, die immerhin schon sechs Mal im Finale um die begehrte Trophäe standen und im Vorjahr als Pokalsieger den Deutschen Meister Schwerin vor heimischer Kulisse bezwingen konnten und somit ins diesjährige Finalduell gegen Suhl als Titelverteidiger gehen.

Überhaupt dürfte der Dresdner SC als Favorit für diesen ersten Saisonhöhepunkt gehen, da man sich im neuen DSC-Kader personell mit einigen DVV-Nationalspielerinnen verstärken konnte, darunter auch die Ex-VfB-lerin und Diagonalangreiferin Lena Kindermann sowie die Wiederkehr von der gebürtigen Suhlerin Sarah Straube auf der Zuspielposition. Darüber hinaus konnte das DSC-Management die Top-Außenangreiferin des VfB und der vergangenen Bundesligasaison, die US-Amerikanerin Mackenzie Foley, vom Rennsteig/Thüringer Wald in die Großstadt an der Elbe „lotsen“. Im DSC-Duett mit der holländischen Ex-VfB-Angreiferin Jette Kuipers steht dem neuen „Hollosy-Ensemble“ also ein halbes, „in Suhl ausgebildetes“ Team gegenüber.

Ebenso dürfte den Waibl-Schützlingen mental die finale Austragungsstätte auf neutralem Boden in der deutlich größeren Volleyball-Arena in Coburg nicht unrecht sein. Anders als in der gefürchteten Suhler „Wolfsgrube“, wo man nicht nur zwei deutliche, finale Playoffrunden-Niederlagen kassieren musste, passen bei den fränkischen Nachbarn über 3.500 Zuschauer ins Hallenrund, womit die Kapazitätsvorgaben für diesen nationalen Event und die anstehenden Champions-League-Duelle für den VfB als Ausrichter erfüllt werden konnten.

Aber das Suhler „Wolfsrudel“ um VfB-Chefcoach Laszlo Hollosy und Mannschaftskapitänin Roosa Laakkonen konnte ja auch beim Pokalfinale in Mannheim unter Beweis stellen, dass man sich erfolgreich in größeren Hallen gegen Favoriten behaupten konnte, nicht zuletzt durch den außergewöhnlichen Support der Suhler Fans. Dieses traditionsreiche „Volleyball-Ostderby“ kurz vor Saisonbeginn ist somit auch eine Standortbestimmung, inwieweit in kurzer Zeit die neu verpflichteten Spielerinnen in beiden Teams integriert und eingespielt werden konnten. Hoffnungsvolle Ansätze zeigten die Suhler Neuverpflichtungen mit Dreisigova, Herdova, Alonso Corcelles, Feistritzer, Boyd, Yoshida bereits in den vergangenen Testspielen gegen starke Gegnerschaft. Wenn man es mit „Theaterhumor“ betrachtet, dann war die Suhler „Generalprobe“ beim letzten Testspiel vor dem „Thüringer-Wald-Supercup“ gegen Meisterschaftsanwärter Stuttgart mit 2:3 knapp misslungen.

Wenn die VfB-Premiere aber gelingen sollte, dann dürften auch die Suhler „Wölfe“ mit ihrem Anhang am späten Samstagabend beim fränkischen Nachbarn traditionsgemäß „Samba tanzen“!

Ulf Greiser

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