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Suhl startet „Bundesligamission Titelverteidigung“

Drei Titel im Rücken, ein Ziel vor Augen
Suhl startet „Bundesligamission Titelverteidigung“

Am Samstagabend um 19 Uhr startet der VfB Suhl LOTTO Thüringen in seine 24. Bundesligasaison in Folge. Diesmal erstmals als amtierender Deutscher Meister und somit als Titelverteidiger, nach einer Saison der vereinseigenen Superlative!

Nach dem zoi-DVV-Pokalsieg und dem überraschenden Deutschen Meistertitel folgte am letzten Samstag, bei der daraus resultierenden Supercup-Premiere, der dritte nationale Titelgewinn in Folge mit einem hart umkämpften 3:0-Sieg gegen den Favoriten und Supercup-Titelverteidiger Dresdner SC. Nach diesem sensationellen „Jahres-Triple“, das bisher nur der Topmannschaft der letzten Jahre, dem MTV Allianz Stuttgart im Jahr 2024 gelang, stehen die Schützlingen vom VfB-Erfolgscoach Laszlo Hollosy nun vor ganz neuen, völlig ungewohnten Herausforderungen in der neuen Bundesligasaison 2026/27. Denn jedes Team will nun den „Triplesieger“ aus Südthüringen schlagen, der beim Gewinn des „Thüringer-Wald-Super-Cups“ in die benachbarte fränkische HUK-Coburg-Arena, dem künftigen Austragungsort für die Suhler Heimspiele bei der CEV-Champions-League-Premiere, ausweichen musste. Doch nach den Erfolgen der letzten Monate freut sich das „Suhler Wolfsrudel“ um „Leitwölfin“ Roosa Laakkonen, wieder in der heimischen Festung „Wolfsgrube“ und bei dieser unbeschreiblichen Atmosphäre, aufschlagen zu können. Dabei wird sicherlich auch der erfreuliche Supercup-Sieg noch einmal vor und nach dem Spiel eine Rolle spielen, für alle Fans, die nicht in Coburg dabei sein konnten. Denn wann gibt es schon mal die Möglichkeit alle drei nationalen Titel-Trophäen in einer Halle präsentieren zu können.

Trotz aller Euphorie steht aber auch noch der Bundesligaauftakt gegen die Skurios Volleys Borken an. Das westfälische Team um Beachvolleyball-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst, will sich in seinem zweiten Bundesliga-Jahr deutlich erfolgreicher zeigen, als im Bundesligapremierenjahr. Dementsprechend wurde auch im 14-köpfigen Spielerkader aufgerüstet und einige bekannte Bundesliga-Spielerinnen starten diesmal für den ambitionierten Verein, der bisher national auch durch erfolgreiche Nachwuchsarbeit sowie einige daraus hervorgehende Talente aufmerksam machen konnte. Die Ex-Borkener Spielerinnen Anika Brinkmann und Yina Liu trugen dabei sogar auch mal das VfB-Trikot.

Für die Suhlerinnen wird es nun darauf ankommen, den Fokus nach den vielen Titel-Feierlichkeiten gezielt auf den Bundesligastart zu lenken. Dabei darf man gespannt sein, wen „Taktikfuchs“ Laszlo Hollosy in die VfB-Startformation beordert, denn mit Svea Naujack und Hannah Hartmann in der „Starting Six“ beim Supercupfinale, konnte er unter anderem einige Volleyballexperten (auch an den Mikrofonen) überraschen und mit diesem Coup für den Überraschungssieg sorgen, da beide Akteurinnen ihr bisher bestes Spiel im VfB-Dress boten. Svea Naujack als fleißigste Punktesammlerin und Hannah Hartmann als wertvollste Spielerin (MVP) beim Thüringer-Wald-Supercup. So dürfen sich also alle Volleyballfans wieder auf spektakuläre Aktionen im „Wolfsgruben-Areal“ freuen, nicht zuletzt auch durch die beiden VfB-Liberas Emma Sambale und Mana Yoshida.

Beim Gegner dürfte diesmal auch Kira Walkenhorst, nunmehr als SVB-Cheftrainerin, dabei sein und somit ein bisschen „Olympiaglanz“ mitbringen – passend zu der Erfolgsstimmung vor hoffentlich fast ausverkaufter Suhler „Wolfsgrube“. Das hätten sich die Nagels & Co. nach ihrem „Volleyball-Triple-Märchen“ mehr als verdient.

Ulf Greiser

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