
Wenn am kommenden Samstagabend ab 17 Uhr der aktuelle Deutsche Meister und Pokalsieger, der VfB Suhl LOTTO Thüringen, zum Duell gegen das erfolgreichste Topteam der vergangenen Jahre, den MTV Allianz Stuttgart antritt, dann sind die Südthüringerinnen trotzdem erneut nur Außenseiter im Spitzenspiel des vierten Spieltages in der DEKRA 1. Volleyball-Bundesliga der Damen.
Denn in den bisherigen 25 Auswärtsspielen in Baden-Württemberg seit 2001, konnten die VfB-Vertretungen nur in der 2. Bundesliga in der Saison 2001/2002 zweimal gewinnen und bei einem Testspiel am 12. September des Vorjahres 2025. In allen anderen, bisherigen 22 Pflichtspiel-Duellen in der 24-jährigen VfB-Erstligazugehörigkeit des „Wolfsrudels“ gab es nur Niederlagen in Stuttgart. Ein Suhler Sieg in der SCHARRena wäre also eine absolute Premiere und damit eine nächste Herausforderung für den VfB-Chefcoach Laszlo Hollosy und seine Schützlinge um „Leitwölfin“ Roosa Laakkonen.
Beide Teams sind bisher ungeschlagen und holten in drei Spielen die Maximalausbeute von 9 Punkten und 9:0 Sätzen. Wobei Stuttgart nach einem Testspielerfolg in Suhl (3:2) und kurz vor dem Thüringer-Wald-Supercup-Finale für die Südthüringerinnen sowie dem nachfolgenden Auswärtssieg im Spitzenspiel gegen Dresden (3:0) ein Achtungszeichen setzen konnten. Sicherlich will man beim Meisterschaftsfavoriten Stuttgart eine ähnliche Hauptrundensaison erzielen, wie im Vorjahr, als man einzig in Suhl kurz vor den Saison-Finalhighlights den Kürzeren zog und zuhause sogar nur einen Satz (gegen Münster) abgeben musste.
Eine eindrucksvolle Stuttgarter Heim- und Saisonbilanz, die natürlich vom dramatischen zoi-DVV-Pokalfinale und der damit verbundenen Niederlage gegen eben diese Suhler Vertretung getrübt wurde, dem dann obendrein auch noch die überraschende Playoff-Halbfinalniederlage gegen Dresden folgte. Also Stuttgart ist „angestachelt“ und will sich sicherlich mit neuformiertem Team (u.a. mit den Ex-VfB-Spielerinnen Yurika Bamba und Eleonora Holthaus) für die Auswärts-Niederlagen aus der Vorsaison revanchieren, um seine hohen Ambitionen auf den ersten Meistertitel nach drei Jahren erfüllen zu können.
Für die ebenfalls neuformierten Suhlerinnen, die auf einen genesenen Chefcoach Laszlo Hollosy hoffen, gibt es also „im Ländle“ nichts zu verlieren und vielleicht gelingt dem „Wolfsrudel“ die Entführung eines Punktes oder sogar die Bundesliga-Premiere eines Sieges in Stuttgart. Und unverhoffte „Premieren“ feiern, das können die Volleyballerinnen vom Rennsteig inzwischen. In diesem Sinne also – „neues Spiel, neues Glück!“




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