VfB Suhl LOTTO Thüringen

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LOTTO THÜRINGEN

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Suhler Kampf in Stuttgart bleibt unbelohnt

Sa., 24.10.2026 · SCHARRena
Allianz MTV Stuttgart
3 : 1
VfB Suhl LOTTO Thüringen
Sätze25:1525:2315:2526:24
Spielbericht

Mit einer 1:3-Niederlage im Gepäck, treten die Volleyballerinnen der VfB Suhl LOTTO Thüringen die Heimreise vom ersten Topspiel ihrer neuen Saison aus Stuttgart an. Dabei konnte der amtierende Deutsche Meister auch im 23. Auswärtsspiel seit seiner Bundesligazugehörigkeit nicht als Sieger das Stuttgarter „Parkett“ verlassen, auch wenn es diesmal in zwei verlorenen Sätzen äußerst knapp zuging.

Zunächst begann der Meisterschaftsfavorit, der im Vorjahr zu Hause nur einen Satz in der Hauptrunde (gegen Münster) abgab, sehr sicher in seinen Aktionen. Anders dagegen startete Suhl mit vielen Annahmeunsicherheiten und Eigenfehlern im Angriff, sodass der wieder genesene VfB-Chefcoach beim 8:17 bereits seine zweite Auszeit nehmen musste. Das „VfB-Rudel“ wirkte völlig unkonzentriert bzw. unsicher, auch viele lange Ballwechsel endeten meist mit dem glücklicheren Ende für die Schützlinge von MTV-Chefcoach Konstantin Bitter. Auch strittige Entscheidungen, die nicht gechallengt werden konnten, begünstigten den souveränen Stuttgarter Erfolg, sodass die Gastgeberinnen den ersten Satz deutlich mit 25:15 nach 24 Minuten gewinnen konnten.

Auch der zweite Satz verlief fast ähnlich, denn eine überragende Lydia Grote führte ihr Team zunächst erneut auf die Siegerstraße (7:2, 12:8). Doch nun hatte das Suhler Team den Kampf angenommen und pirschte sich unter „Leitwölfin“ Roosa Laakkonen bis auf 13:13 heran, um dann erstmals nach langer Zeit in Führung zu gehen. Die über 2.100 Zuschauer in der SCHARRena, darunter auch wieder ein stimmungsvoller Suhler Fantrupp, erlebten nun ständige Führungswechsel und nach einem Laakkonen-Angriff lagen die Gäste 23:22 vorn und der Satzgewinn zum „greifen nah“. Doch ausgerechnet in dieser „Chrunchtime“ offenbarten die „Wölfe“ einige Annahmeprobleme und die Stuttgarterinnen bedankten sich nach 29 Minuten und dem 25:23-Satzgewinn mit der 2:0-Satzführung.

VfB-Coach Hollosy, der zuvor ebenso wie seine Führungsspielerinnen mehrfach mit einigen Regelauslegungen des Hauptschiedsrichters haderte, stellte sein Team nochmal taktisch neu ein. Und siehe da, im dritten Satz zogen die Nagels & Co. von 7:6 auf 20:9 davon. Die Gastgeberfans trauten ihren Augen kaum, relative Ruhe war in der Heimstätte eingekehrt, wogegen die Suhler Fans ob des grandiosen Auftretens ihrer „Lieblinge“ stimmungsvoll frohlockten. Etwas Farbe im einseitigen Satzverlauf kam dann doch noch ins Spiel, als zunächst Laszlo Hollosy wegen Reklamierens (mit der Vorgeschichte aus den ersten beiden Sätzen) erst mit „Gelb“ und dann später noch mit „Rot“ einen verschmerzbaren Gastgeberpunkt produzierte und auch sein „Gegenüber“ Konstantin Bitter eine gelbe Karte wegen „unberechtigten Antrages“ („Spielverzögerung“) kassierte. Am deutlichen 25:15-Satzgewinn für Suhl nach 28 Minuten änderte das nichts mehr.

Der „Triple-Sieger“ war jetzt drin im „Topspiel“ des DEKRA-Erstligaspieltages der Frauen und so bot sich allen Volleyballfans der erhoffte „Schlagabtausch am hohen Netz“. Zunächst konnte sich der gastgebende Favorit mit 14:10 absetzen, dann pirschte sich das Suhler „Wolfsrudel“ mit tollen Aktionen auf 21:21 heran, um dann selbst mit 23:21 durch Svea Naujack und Lucia Herdova in Führung zu gehen. Doch ausgerechnet der jungen Svea Naujack, als der am Ende besten VfB-Punktesammlerin des Spiels (16 Punkte) flatterten nach über 90 Minuten Spielzeit in der Feldabwehr etwas die Konzentration. Roosa Laakkonen konnte noch den ersten Stuttgarter Matchball abwehren (24:24), doch dann stachen Stuttgarts Angriffsasse Lydia Grote (insgesamt 19 Punkte) und Leilanie Slacanin im Block zum 26:24-Satzgewinn nach 31 Minuten entscheidend.

Großer Frust auf Suhler Seite, denn es war diesmal durchaus ein Punktgewinn in der Stuttgarter Festung drin. Nach dieser hart umkämpften und von vielen Challenge-Entscheidungen geprägten 1:3-Niederlage bleibt die erfolgreiche Stuttgarter Heimserie gegen die Südthüringerinnen erhalten, wogegen der VfB-Tross die erste Niederlage nach 13 saisonübergreifenden Siegen verschmerzen muss. Doch für langes Grübeln nach der durchaus „erwartbaren“ Niederlage bleibt kaum Zeit, denn in der zweiten „englischen Woche“ der noch jungen Bundesligasaison, können sich die Laakkonen & Co. bereits am kommenden Mittwochabend ab 18.30 Uhr beim Heimspiel vor stimmungsvoller „Wolfsgruben“-Kulisse gegen Vorjahresmeister SSC Palmberg Schwerin „revanchieren“. Da dürfte es auch wieder auf und neben dem Spielfeld heiß hergehen, auch wegen der neuen Regelbestimmungen, wie die letzten Topspiele in Dresden, Schwerin oder Stuttgart bereits aufgezeigt haben.

Ulf Greiser

Allianz MTV Stuttgart – VfB Suhl LOTTO Thüringen3 : 1
Satzergebnisse
25:15, 25:23, 15:25, 26:24
Wettbewerb
Bundesliga – 4. Spieltag
Datum
Sa., 24.10.2026
Ort
SCHARRena
MVP
Roosa Laakkonen
Zuschauer
über 2.100

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